Franz Marten

Marten besuchte zunächst die Kunstgewerbeschule in Gelsenkirchen und studierte anschließend an der Kunstakademie Düsseldorf und wurde dort Assistent bei Prof. Aufseeser. Danach unternahm er mehrere Studienreisen in Europa und übernahm dann Lehraufträge zunächst an seiner alten Hochschule und 1929 an der Kunstakademie Königsberg. Dort unterrichtete er die Klasse für Gebrauchsgraphik und angewandte Kunst. 1936 erfolgte seine Ernennung zum ordentlichen Professor und Stellvertretenden Direktor.
1926 gewann er auf der Gesolei in Düsseldorf einen ersten Preis. Er gewann einen Grand Prix der Internationalen Ausstellung in Lüttich.

Info zum Künstler

  • Name: Franz Marten
  • Wohnort: Gelsenkirchen, Germany

(Das Bild oben)
„Die 5 Säulen der Wirtschaft“
Martens bekanntestes Werk ist das große farbige Glasfenster des alten Gelsenkirchener Hauptbahnhofs, das er im Jahre 1949 schuf, nachdem das alte Fenster des Bahnhofs im Zweiten Weltkrieg zerstört worden war.
Das große, oben abgerundete Fenster mit dem Titel „Die 5 Säulen der Wirtschaft“ zeigt exemplarisch die fünf Haupt-Wirtschaftsbereiche der Stadt Gelsenkirchen in den Wirtschaftswunderjahren, dargestellt von links nach rechts durch eine Chemie-Laborantin mit einem Reagenz-Glas, einen Glasbläser mit einem Glas-Blasrohr, einen Bergmann mit Grubenlampe und Abbauhammer, einen Stahlkocher in Schutzkleidung mit einer Stahlzange und eine Schneiderin mit Stoff und einem Maßstab. Unter den fünf Personen befindet sich jeweils ein Feld mit einer schriftlichen Bezeichnung und ein (von Marten entworfenes) Signet des jeweiligen Berufsstandes. Im abgerundeten Kopffeld des Fensters befindet sich das Wort „Gelsenkirchen“, sowie eine Darstellung von Industrieanlagen.
Nach Abriss des Bahnhofs im Jahre 1982 wurde das Fenster an die Front des Boecker-Hauses am Bahnhofsvorplatz verbracht, wo es noch heute zu sehen ist. Bisweilen ist es von hinten beleuchtet. Seit dem 13. Juli 2005 steht das Fenster auf der Denkmalliste